18.02.2022 – 19.02.2022: Einsatz 20 – 50, Orkantief Zeynep: Abschlussbericht

Geschrieben von Pressearbeit am in Brandaktuell, Einsätze

Gegen 17:41 Uhr begann für die Feuerwehr Schermbeck, wie auch für viele andere Feuerwehren, ein anstrengender Freitagabend.
Der erste Sturmeinsatz ließ nicht lange auf sich warten und schickte den Löschzug Altschermbeck zum Brammenweg (Witte Berge). Dort hing ein umgestürzter Baum in einer Telefonleitung.

Innerhalb kürzester Zeit häuften sich die Einsätze auf dem Gemeindegebiet, sodass gegen 18:50 Uhr alle drei Löschzüge angewiesen wurden die Gerätehäuser zu besetzen.

Um die Kreisleitstelle Wesel zu entlasten hatte die Feuerwehr Schermbeck gegen 19:00 Uhr den, im Gerätehaus Schermbeck befindlichen, Funkraum in Betrieb genommen. Zwei Kameraden koordinierten von hier die Einsätze und teilten die Fahrzeuge den einzelnen Einsatzstellen zu.
Bevor der Löschzug Gahlen ausrücken konnte, musste noch ein Baum beseitigt werden, den es ebenfalls entwurzelt hatte. Dieser blockierte die Ausfahrt aus dem Gerätehaus.

Rund drei Stunden lang wurden ca. 25 Einsätze abgearbeitet. Hierbei handelte es sich ausschließlich um sturmbedingte Einsätze. Umgefallene Bäume und abgerissene Telefon-, und Stromleitungen zeigten sich an den meisten Einsatzstellen. Oft kam der Energieversorger ebenfalls zur Einsatzstelle.

Da einige Straßen im Laufe der Zeit nicht mehr passierbar waren, wurden diese zeitweise gesperrt. Auch Gehwege waren von dieser Sperrung betroffen.

Parallel zu den Unwettereinsätzen stellten zwei Gruppen dauerhaft den Grundschutz für die Gemeinde Schermbeck sicher. Sie fuhren somit nicht zu sturmbedingten Einsätzen, sondern hielten sich bereit für anderweitige Einsätze.

Glücklicherweise gab es in Schermbeck, durch die Sturmeinsätze, keine Verletzten.
Lediglich ein Fahrzeug des Löschzuges Schermbeck hat es auf dem Rückweg von einem Einsatz erwischt. Hier fiel ein dickerer Ast auf das Auto herab, sodass die Windschutzscheibe des Fahrzeuges zerstört wurde. Das Fahrzeug war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr einsatzbereit.

Wir sind sehr froh, dass es hier lediglich zu einem Sachschaden kam und unserem Kameradinnen und Kameraden nichts passiert ist.

Gegen 22:00 Uhr wurde die Bereitschaft aufgelöst. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Löschzüge wieder wie gewohnt über die Kreisleitstelle alarmiert.

Da der Sturm immer noch anhielt, ließen weitere Einsätze nicht lange auf sich warten. Gegen 22:50 Uhr rückte der Löschzug Schermbeck zum Vossenberg aus. Um 23:43 Uhr wurde der Löschzug Altschermbeck zum Wolwerskamp alarmiert. Um 01:51 ging es für den LZ Schermbeck zur Adolf-von-Kleve Straße, um 02:10 Uhr für den LZ Altschermbeck zur Dorstener Straße. Gegen 02:30 Uhr querte noch ein Baum die Erler Straße, welcher durch den LZ Schermbeck beseitigt wurde. Auch der Löschzug Gahlen rückte um 02:50 Uhr erneut aus & entfernte einen Baum auf der Östricher Straße.

Insgesamt waren von 17:40 Uhr bis 03:15 Uhr ca. 55 Einsatzkräfte der Feuerwehr Schermbeck im Dauereinsatz.

Zwischendurch wurden die Einsatzkräfte durch die Malteser Wesel mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Klassisch nach dem Motto „Ohne Mampf kein Kampf“ möchten wir uns auch bei Euch, liebe Malteser, für eure Arbeit bedanken.

Danke auch an die Bevölkerung, die weitestgehend Zuhause blieb und unseren Aufrufen auf Social Media somit folgte.
Unsere zerstörte Windschutzscheibe zeigt, wie gefährlich solche Sturmeinsätze sein können.

Auch heute soll es noch windig bleiben. Natürlich sind wir trotz einer anstrengenden Nacht einsatzbereit und rücken aus, wenn es erforderlich wird.
Danke an unsere Kameradinnen und Kameraden, die mal wieder gezeigt haben wie Teamwork funktioniert. Ihr seid spitze!

 

Alarmierung: 17:40 Uhr

Im Einsatz: Leiter der Feuerwehr, stv. Leiter der Feuerwehr, Löschzug Schermbeck, Löschzug Altschermbeck, Löschzug Gahlen, Kreispolizeibehörde Wesel, Stromversorger, Malteser Wesel

Einsatzende: 03:15 Uhr

Fotos: Feuerwehr Schermbeck